Das Problem:
Arbeitslose waren in Deutschland länger ohne Job als in anderen Ländern.
Die Maßnahmen:
Die Auszahlung des Arbeitslosengeldes wurde auf zwölf Monate beschränkt. Für Menschen ab 55 wurde sie von 32 auf 18 Monate gekürzt. Die Arbeitslosenhilfe wurde abgeschafft. Nach Ablauf der Arbeitslosengeld-Zahlung können Arbeitslose nun Arbeitslosengeld II in Höhe des Sozialhilfesatzes beantragen (Hartz IV), müssen dann aber ihre Vermögensverhältnisse offen legen. Außerdem wurde die Zumutbarkeit für Arbeitsangebote verschärft.
Das Ergebnis:
Der Druck, eine Stelle anzunehmen, wuchs. Langzeitarbeitslose, die fürs Alter vorgesorgt hatten, mussten vom Ersparten leben. Dadurch sank die Bereitschaft, Geld zurückzulegen. Auf die Arbeitslosen-Statistik wirkte sich die Neuerung positiv aus. Die Große Koalition verlängerte allerdings 2008 das Arbeitslosengeld für Ältere wieder und Schwarz-Gelb verdreifachte 2009 das Schonvermögen für die Altersvorsorge.
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